DOKUMENTATION DER PROTESTE


Inhalt:


Die Dokumentation erfolgt in umgekehrter Reihenfolge, das Aktuelle zuoberst....


Aktivitäten bundesweit


Erlangung eines Tarifvertrags für Psychologische Psychotherapeuten in Ausbildung (PPIA) an den Unikliniken Baden-Württemberg

An den Unikliniken Baden-Württembergs wurden die PPiA 2014 in den Tarifvertrag aufgenommen. Um zu erfahren, wie das gelang, kann man hier Raphael Nieblers Bericht lesen.


Freeze-Flashmob 9.9.2013, 19:00h

Bundesweite Aktion mit dem Motto: "Stillstand seit 19999- Reform des Psychotherapeutengesetzes jetzt!" Abgestimmt und organisiert durch das PiA-Politik-Treffen
Mehr dazu HIER.


Schreib Deinem Abgeordneten

Vor der Wahl am 22.9.2013 schreiben wir unseren Wahlkreiskandidaten- und abgeordneten und fordern sie auf, etwas für die Reform zu tun. Hier ist die Anleitung.
Wir haben viele Antworten von Abgeordneten erhalten!


PiA-Videospot

Im Frühjahr 2013 wurde ein Videospot fertiggestellt, der die prekäre Lage von Psychotherpeuten/-innen in Ausbildung für eine breite Öffentlichkeit verständlich darstellt. Die Idee dazu war auf dem ersten verbändeübergreifenden Treffen abgestimmt worden.

Mehr dazu gibt es hier zu lesen.


PiA-Demo: Ausbeutung beenden, Ausbildungsreform JETZT!

Am 14.11.2012 fand ein bundesweiter Protesttag statt. Anlass war die Übergabe der 9000 Unterschriften für die Berliner Resulution, die während der Proteste des vergangenen Jahres gesammelt worden waren. Die Berliner Übergabe-Aktion mit Demo-Zug vom Abgeordnetenhaus zum Bundesministerium wurde von Solidemonstrationen in Hamburg, Köln, Frankfurt am Main, Bremen, Hannover, Münster, Jena, Heidelberg, Freiburg und München begleitet.

Die Aktion wurde von 13 Berufs- und Fachverbänden, ver.di, sowie auch von der Bundespsychotherapeutenkammer und dem Deutschen Psychotherapeutentag unterstützt.

Hier der Aufruf und die Berichte aus den Städten, sowie Presseecho zur Aktion.


Verbändeübergreifende Treffen der PiA-Politik

Im März 2012 hat ein verbändeübergreifendes Treffen von Aktiven in der PiA-Politik stattgefunden, um die Möglichkeiten der Gestaltung im Reformprozess des PsychThG zu eruieren. Dort wurde die Berliner Agenda Psychotherapieausbildung verabschiedet.

Am 18.3.2013 fand das 3. Treffen statt.

Das nächste Treffen wird am 23.9.2013 stattfinden.


Aktivitäten in Berlin


Runder Tisch 7.11. 2013

Die Arbeitsgemeinschaft der Berliner Ausbildungsinstitute hat am 7.11. erstmals einen "Runden Tisch Praktische Tätigkeit" stattfinden lassen. Anwesend waren Chefärzte, Oberärzte und leitende Psychologen von 8 Berliner Kliniken, der Chef der Vivantes Personalabteilung, ver.di, die Kammer, sowie PiA aus dem PiF-Rat und von den Kammer-PiA-Sprechern. Ziel war, sich über die aktuelle Lage auszutauschen. Es gab auch ein Referat einer Juristin. Vertreterinnen des PiA-Forums-Rates waren an der Vorbereitung dieser Veranstaltung beteiligt. Eine Zusammenfassung gibt es ?Runder Tisch.


Klagen oder Betriebliche Lösungen

Am 10.10.2013 gab es eine Veranstaltung von ver.di für Betriebsräte und PiA. Diese Veranstaltung ist hochkarätig besetzt und ist ver.dis Reaktion auf die erfolgreichen Klagen von PiA im letzten Herbst.
Mehr Infos und die Einladung gibt es hier: http://gesundheit-soziales-bb.verdi.de/downloads/data/131015_Protokoll%20-%20PiA%20auf%20dem%20Klageweg.pdf.
Hier gibt es das Protokoll dazu.


Gründung des Berliner PiA-Forums März 2013

am 5.3. wurde das Berliner PiA-Forum gegründet. Hier treffen sich ca. Vierteljährlich alle Institutssprecher/-innen Berlins. Ein Rat aus 6 PiA organisiert die Treffen und setzt sich für die Umsetzung der Beschlüsse ein.
Dies ist unsere schöne Webpräsenz: http://piaforum.de/


Positive Abstimmung für PiA-Kammermitgliedschaft in der Berliner PTK

Am 13.09.2012 haben die PiA-Sprecher der Berliner Kammer auf der Delegiertenversammlung einen Antrag zur Abstimmung gestellt, der den Vorstand dazu auffordert, sich beim Berliner Senat für eine Gesetzesänderung des Berliner Kammergesetzes einzusetzen. Sie sollen erwirken, dass PiA ab Ausbildungsbeginn freiwilliges Mitglied und ab Ambulanzzeit Pflichtmitglied der Kammer werden. Hier ist der vollständige Antrag.

Der Antrag wurde mit ca. 23 Ja-Stimmen, 6 Gegenstimmen und 4 Enthaltungen angenommen. Das heißt, dass wir uns im weiteren Engagement für die entsprechende Gesetzesänderung auf diese positive Abstimmung berufen können. Die Gesetzesänderung wird im Laufe der kommenden 2 Jahre zu erwarten sein.

Ich freue mich sehr darüber, dass wir mit unserem Projekt, unsere rechtliche Lage zu verbessern, einen wichtigen Schritt weiter gekommen sind!


Wir beschweren uns

Am 6.9. haben wir vor dem Berliner Landesamt für Gesundheit am Fehrbelliner Platz mit 50 PiA demonstriert und über unsere Ausbildungsbedingungen Beschwerde eingereicht, denn dort ist man für die Aufsicht über die Ausbildung zuständig. Und damit kamen wir in die Abendschau des rbb!

Das LaGeSo beaufsichtigt vor allem, ob, wie viele und ob die richtigen Kooperationspartner gegeben sind. Dies muss nachgewiesen werden. Die Ausbildungsinstitute lassen formal den klinischen Teil der Ausbildung von den Kliniken als externen Kooperationspartnern vorhalten. Unser Ausbildungsverhältnis besteht nur mit unseren Ausbildungsinstituten, nicht mit den Kliniken.... Wenn in den Kliniken etwas nicht läuft, sollen wir das unseren Ausbildungsinstituten melden.

Das LaGeSo kann Lizenzen entziehen, falls es grobe Mängel gibt. Es gibt keine weicheren Sanktionsmöglichkeiten. Es kann auch Kooperationspartner ausschließen.

Es gibt halbjährlich ein Treffen der Institute mit dem LaGeSo. Da ist auch unsere Kammer-PiA-Sprecherin mit dabei. Das nächste ist im November. Unsere Beschwerden sollen bis November gesichtet und dort vorgestellt werden.

Die Preisgestaltung der Ausbildungsinstitute obliegt nicht der Aufsicht des LaGeSo, diese ist nicht gesetzlich geregelt.

Das LaGeSo rät uns, mit unseren Beschwerden vor allem an unsere Institute heranzutreten, denn diese sind unsere Ansprechpartner.

Und: Anleitung zur Beschwerde beim LaGeSo: Bei Verstößen gegen die Ausbildungsverordnung. Der Fall sollte absolut konkret, inkl. Datum, Institut, Vorfall, Personen, der eigenen Person etc. geschildert werden, damit das LaGeSo der Sache nachgehen kann. Allgemeines Lamentieren über die Zustände führt zu keinen konkreten Konsequenzen.

Es lohnt sich, kontinuierlich schlechte Zustände an das LaGeSo zu melden. Die gehen davon aus, dass es sich um "Schwarze Schafe" von Instituten handelt, wo es nicht gut läuft, aber so ist es ja nicht...

Die Aktion war in jeder Hinsicht gelungen, wir haben wieder bei einem Akteur die Problematik ins Bewusstsein gerückt.


Fachgespräch im Berliner Abgeordnetenhaus

Der gesundheitspolitische Sprecher der Grünen hat im Mai zu einem Fachgespräch eingeladen. Teilgenommen haben drei Mitglieder des Vorstands der Berliner Landespsychotherapeutenkammer, ein psychiatrischer Oberarzt, eine Person von ver.di und zwei PiA. Das Fachgespräch stieß auf reges Interesse und war gut besucht. Hier findet man das Protokoll und die Diskussionsvorlagen der PiA.


Der weitere Arbeitskampf wird ausgelotet

Wir haben uns im Januar 2012 bei Verdi getroffen, um die Perspektive von Tarifverhandlungen auszuloten. Dies sind die Ergebnisse.
Die Berliner ver.di-PiA treffen sich weiterhin monatlich. Da wir momentan nicht so leicht in Tarifverhandlungen integriert werden können, versuchen wir zunächst, auf die betriebsinterne Arbeitnehmervertretung, sprich den Betriebsrat, zuzugehen. Der Betriebsrat wusste bisher wenig über uns, da wir als Nicht-Angestellte nicht in sein Aufgabengebiet fallen. Bei Vivantes könnte sich dies jedoch evtl. bald ändern.

Protokolle der Berliner ver.di-AG gibt es hier.


PiA für gerechte Bedingungen

Im Zuge der Proteste hat sich im Winter 2011 die Gruppe PiA für gerechte Bedingungen! gebildet. Die Gruppe trifft sich seitdem regelmäßig. Die aktuellen Termine und die Protokolle der Treffen sind auf der Netzwerke-Seite zu finden. Die Gruppe ist gut vernetzt mit den Berliner KammerPiA-SprecherInnen, dem ver.di-Landesverband und den PiA-Politikerinnen der Berufsverbände.


Vivantes-Chronik

Vivantes versorgt 50% der psychiatrischen Patienten Berlins in 9 Häusern und beschäftigt ca. 45 PiA. Der erste Berliner Protesttag fand im Juni 2011 vor dem Urbankrankenhaus statt. Seitdem folgten viele Aktionen bei Vivantes mit ermutigenden Eregebnissen, die auf den Seiten für Vivantes nachzulesen sind.


Chronik der Berliner Aktionen 2011

Es gab im Laufe des Jahres 2011 zwei Protesttage, eine Vollversammlung mit Verabschiedung einer Resolution und eine Streikwoche in Berlin.
Hier stehen mehr Details und das Presseecho dazu.